Mit der Ausstellung von Anna G. Wenning präsentiert das Kunst-Haus Erlangen eine Künstlerin, die dem Haus und seinem Publikum bereits vertraut ist. Ihre Arbeiten waren hier schon in früheren Ausstellungen zu sehen und haben durch ihre besondere Bildsprache, ihre Sensibilität für Material und ihre präzise künstlerische Haltung nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Umso mehr freut es uns, Anna G. Wenning nun mit einer neuen Werkpräsentation willkommen zu heißen.
Anna G. Wenning versteht es, Räume der Wahrnehmung zu schaffen, in denen sich persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Beobachtungen und poetische Verdichtungen begegnen. Ihre Arbeiten laden dazu ein, genauer hinzusehen, Verbindungen zu entdecken und sich auf Zwischentöne einzulassen.
Gerade in einer Zeit, die von Beschleunigung und permanenter Reizüberflutung geprägt ist, eröffnet ihre Kunst Momente der Konzentration und des Innehaltens. Sie fordert nicht die schnelle Antwort, sondern die offene Begegnung mit dem Bild, dem Material und dem eigenen Denken.
In diesem Zusammenhang erinnern die Worte der Kuratorin Koyo Kouoh zur Biennale „In Minor Keys“ daran, welche Rolle Kunst heute spielen kann. Sie schreibt: „Words are bridges to the other.“ Worte seien Brücken zum Anderen. Dieser Gedanke lässt sich ebenso auf die Kunst übertragen: Kunst schafft Verbindungen – zwischen Menschen, Erfahrungen, Erinnerungen und Perspektiven.
Die Werke von Anna G. Wenning bauen solche Brücken. Sie eröffnen Räume für Dialog und Resonanz, ohne Eindeutigkeiten zu erzwingen. Ihre Arbeiten lassen Fragen zu, fördern Aufmerksamkeit und laden dazu ein, die Welt aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Wir freuen uns daher sehr, Anna G. Wenning erneut im Kunst-Haus Erlangen begrüßen zu dürfen, und wünschen allen Besucherinnen und Besuchern anregende Begegnungen mit ihren Arbeiten, inspirierende Gespräche und einen bereichernden Ausstellungsbesuch.
